Jeder Versuch, ein einzigartiges Bild zu kreieren, vollzieht sich in einem allgemeinen Medium, kreiert also prinzipiell verstehbare Bilder, so sehr sie auch auf Unverständlichkeit abzielen, sich durch Titel wie „o.T.“ aus der Affäre ziehen oder im Gegenteil durch eine scheinbar allzu eindeutige Namensgebung blamieren. Was kann innerhalb des Mediums der Kunst kommuniziert werden? Und was innerhalb des Mediums der Malerei? Was verschweigt bzw. malt man lieber nicht? Darf ein Bild, das ein undefinierbares, aber niedliches Etwas zeigt, Pixy heißen?

Man kann sagen: „Dieses Bild ist einzigartig.“ Dann knüpft man seine Besonderheit an die Allgemeinheit des Zeichenreservoirs der Kunst. Wir würden Pixy nur als ein visuelles Rauschen erfahren, wären wir nicht in der Lage, ein Kunstwerk aus diesem Lärm zu machen, das ohne unser Zutun keines wäre.

Das heißt in letzter Konsequenz: Ein Kunstwerk ist kein Kunstwerk, ein Gemälde kein Gemälde. Erst das nächste Ereignis, das an diesem Vorereignis Information und Mitteilung unterscheidet – das, worin sich ein Bild wie Pixy auf sich selbst bezieht, von dem, worin es sich auf etwas anderes ausrichtet (zum Beispiel auf die pixyness der Darstellung) –, macht aus einem Etwas ein Kunstwerk. Wir müssen bemerken können, dass etwas mitgeteilt, etwas bedeutet wurde, und wir müssen außerdem bemerken können, dass sich dieses Etwas in einer ganz bestimmten Form mitteilt: als Gemälde, Song, Gerichtsurteil oder Schlagzeile.